Bierpapst's Biographie

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Wenn er mit Lederhose, Lodenumhang und Dreispitz in Boston auftritt, wird er laufend gefragt, wo er her ist und was er tut. Nur in den Brewpubs weiß man längst, mit wem man es zu tun hat, wenn Conrad Seidl hereinkommt: Der Bierpapst ist in der rasch wachsenden amerikanischen Bierszene mindestens so bekannt wie in seiner Heimatstadt Wien.

Dort wurde Conrad Seidl am 11. August 1958 geboren. Mit zehn Jahren, unter dem Eindruck der CSSR-Krise, entschloß sich Conrad Seidl, Journalist zu werden. Während seiner Schulzeit bereitete er sich durch Tätigkeiten bei Schülerzeitungen und beim Hörfunk auf seinen Beruf vor. Nach Matura und Bundesheer war Conrad Seidl neben seiner freiberuflichen journalistischen Tätigkeit bei IBM und bei der Atombehörde IAEA als Programmierer tätig.

1983 wechselte er in die innenpolitische Redaktion der Tageszeitung KURIER und weitere sechs Jahre später zum damals neu gegründeten STANDARD, wo er unter anderem für Fragen der Landesverteidigung und der empirischen Sozialforschung zuständig ist. In diesem Zusammenhang entstanden die Bücher „Wehrhaftes Österreich“ (Verlag Koska, 1993), „Chronologie einer EU-Berichterstattung“ (1994), „Der Homo Austriacus in einer veränderten Welt“ (1997) und „Der Homo Austriacus an der Schwelle zum 21. Jahrhundert“ (1999, alle Universitätsverlag Trauner). Conrad Seidl ist ein gefragter Kommentator und Kolumnist – außer für den STANDARD schreibt er regelmäßig für die DEUTSCHE RUNDSCHAU, ÖKOENERGIE und FALSTAFF, er wurde unter anderem mit dem Hans-Kudlich-Preis (1986), dem Barthold-Stürgh-Preis (1987), dem Leopold-Kunschak-Preis (1988) und dem Staatspreis für Geistige Landesverteidigung (1988) ausgezeichnet.

Mit seinen Büchern, Kolumnen und Seminaren zum Thema Bier hat Conrad Seidl seinen Ruf als Bierpapst begründet und weite Leserkreise abseits seines Brotberufs erschlossen. Neben internationalen Auszeichnungen – unter anderem durch die Maisel-Brauerei als bester deutschsprachiger Bierjournalist 1993 und 1998 durch die North American Guild of Beer Writers für seine brautechnischen Berichte in AMERICAN BREWER – wurden ihm viele Darstellungen, in Fernsehen, Radio und Illustrierten gewidmet. Er ist ein gefragter Referent bei Bier-Dinners, Bierseminaren und Marketingfachtagungen.

Derzeit sind die Titel „Bier“ (Seehamer Verlag 1997), „Unser Bier“ (Deuticke 1996), „Hopfen & Malz“ (Deuticke 1995) sowie „Ins Wirtshaus!“ (gemeinsam mit Andrea Dee, Ueberreuter 1997) lieferbar. Ende 1999 erschien „Conrad Seidls Bier-Katechismus“ bei Deuticke, im Frühjahr 2001 das Kochbuch „Aus Bier-Küche und Bier-Keller“ (gemeinsam mit Viktoria Seidl, Norka-Verlag). Außerdem gibt der Autor jährlich „Conrad Seidls Bier-Guide“ heraus – eine Übersicht über die österreichische Bierszene.

Aufgrund seines umfassenden Überblicks sowohl im Getränkemarketing als auch im Bereich der politischen und kommerziellen Marktforschung ist Conrad Seidl auch ein gefragter Referent zu Marketingthemen. Gemeinsam mit Werner Beutelmeyer faßte er seine Erfahrungen im personal branding für das Buch Die Marke ICH® (Ueberreuter Wirtschaftsverlag, 1999) zusammen: „Sei unverwechselbar und wiedererkennbar. Rote Brille, kahler Kopf und Trachtenkleidung - so bin ich jederzeit unter tausenden zu erkennen. Als Bierpapst bekannt zu sein, erspart mir außerdem, mich weiter vorstellen zu müssen.“

Conrad Seidl ist seit 1983 mit Viktoria Seidl verheiratet, 1988 wurde seine Tochter Titania, 1994 sein Sohn Leander geboren.

Inhalt: © 2002 Conrad Seidl
Gestaltung: © 2002 Dipl.Ing. Zuckermann & Partner KEG